Vergangene Ausstellungen

Hier finden Sie eine Übersicht über die letzten Sonderausstellungen im Museum für Alltagskultur.

 

 

Haarige Angelegenheiten

Das Museum für Alltagskultur Neumarkt hat sich wie viele andere Museen und Sammlungen in Südtirol am Jahr des Museumsobjektes 2013 mit dem Moto „1000+1 Dinge erzählen Geschichte“ beteiligt. Im Zentrum dieses Themenjahres standen die vielfältigen Geschichten, die mit den Museumsobjekten verbunden sind.

So organisierte das Museumsteam die Sonderausstellung „Haarige Angelegenheiten – Geschichte und Geschichten rund um das Haar“ und lud dazu ein, Haarschmuck, Haarteile, Haarlocken, Perücken – kurz, alles, was mit dem Kopfschmuck Haare zu tun hat, zu besichtigen.

Die Besucherinnen und Besucher trafen beim Rundgang durchs Museum auf verschiedene „haarige“ Themen und erhielten einen interessanten Einblick in die Haarkultur und deren soziale wie rituelle Bedeutung.

Bis Anfang des 20. Jahrhunderts war es zum Beispiel durchaus üblich, sein Haar als Zeichen der Liebe und Verbundenheit zu verschenken: im Medaillon, als Uhrkette, oder sehr anspruchsvoll zu einem „Erinnerungsbild“ verarbeitet.

Interessierten stand eine Vitrine für die Ausstellung privater Objekte, passend zum Thema zur Verfügung.

 

Im Jahr des Museumsobjektes 2013 standen die Objekte und ihre Geschichten im Mittelpunkt.

Durch eine spezielle Verarbeitungsweise erhielt dieses Armband seine besondere plastische Form. In einen geeigneten Hohlschlauch wurden Kugeln geschoben und dann das Haar darüber kunstvoll verarbeitet. Anschließend wurden Schlauch und Kugeln entfernt und es blieb die wunderschöne Hohlform zurück.

Im 19. Jh. erreicht die Verarbeitung des menschlichen Haares zu Haarschmuck ihren Höhepunkt.
 
Ein Blick in die Haar-Vitrine im Museum.
 
 
Diese kunstvolle Frauenperücke wurde vom Friseurmeister H.S. als Meisterstück gefertigt.

 

Mehr Informationen zum Haarschmuck

Im 19. Jahrhundert erreichte die Verarbeitung des menschlichen Haares zu Schmuck und wertvollen Haarbildern ihren Höhepunkt. Der Vielfalt und dem Ideenreichtum waren keine Grenzen gesetzt. In Klöppel- Web- und Flechttechnik entstanden Kunstwerke in Form von Ohrringen, Halsketten, Uhrketten, Broschen bis hin zu Andenken- und Haarbildern.

Die bis zu 180 cm langen Halsketten trug man häufig vierlagig um den Hals. Daran hing eine zierliche Damenuhr oder ein goldenes Medaillon. Die Medaillons beinhalteten neben Bildern von geliebten Menschen auch deren kunstvoll gelegte Haarlocke. Die Uhrkette, aus dem Haar der Geliebten oder Ehefrau gefertigt, wurde sehr gerne als Erinnerungsstück dem Reisenden oder in den Krieg Ziehenden mitgegeben. Das Haar hatte zur damaligen Zeit einen großen Symbolwert.


Öffnungszeiten

Ostern-Allerheiligen:
So, Di, Fr 10–12 h
Mi, Do 16–18 h
und

Führungen für Gruppen

Auf Anfrage gibt es Führungen für Gruppen
auch außerhalb der Öffnungszeiten!

 

Museumsverband Südtirol