Die Flitspritze

Wenn man der Mücken- und Fliegenplage im ländlichen Gebeit nicht mehr Herr war, und auch die Fliegenglocke nicht mehr half, griff man schließlich zur Chemie.

Dazu gab es ein besonderes Gerät das in der alten Rauchküche zu sehen ist: Die Fliegen- oder Flitspritze, auch im Kulturgüterkatalog mit der Inventarnummer 0055 vermerkt.

Flitspritze

Die Fliegen- oder Flitspritze

 

Für die ältere Generation nichts Neues, jedoch die jüngeren Leute wissen bei den Führungen meist nicht, wozu dieses Ding gebraucht wurde. Die wahre „Wunderwaffe“ zur Ungezieferbekämpfung die ihr Ziel nicht verfehlte wird folgendermaßen beschrieben:

Hell- u. dunkelblau lackiertes Metallrohr mit roter Schrift „SUPER VITTORIA / VAPORIZZATORE“ mit aufsteckbarer schwarzer Kappe zum Verschließen, beweglichem Eisenstab mit gedrechseltem Holzgriff. Spritzen erfolgt durch Aus- u. Einziehen des Stabes wobei die giftige Flüssigkeit durch einen feinen Zerstäuber gezielt im Raum verteilt wurde.

 

Die Flitspritze ist bis heute Synonym der Schädlingsbekämpfung und der Schrecken des Ungeziefers geblieben. Längst ist sie von der Treibgas-Spraydose abgelöst worden. Über Risiken und Nebenwirkungen und ob sie wirklich so gut war, sollte man lieber nicht nachdenken.

Diese Flitspritzen hat man bis in die 60gerjahre des vorigen Jahrhunderts verwendet.

Öffnungszeiten

Ostern-Allerheiligen:
So, Di, Fr 10–12 h
Mi, Do 16–18 h
und

Führungen für Gruppen

Auf Anfrage gibt es Führungen für Gruppen
auch außerhalb der Öffnungszeiten!

 

Museumsverband Südtirol