Die Jagd auf Fliegen, Mücken und Motten

Bekanntlich hat man in früheren Jahren, besonders im ländlichen Gebiet mit der Mücken- und Fliegenplage zu leiden und rückte ihr mit allerhand Gerät zu Leibe.

Fliegenglocke

Ein ganz besonderes Objekt aus dem 19. Jh.: die Fliegenglocke

 

Dieses interessante Objekt, auch Fliegenglocke genannt, steht auf dem Esstisch in der Küche im zweiten Stock des Museums für Alltagskultur und wird folgendermaßen beschrieben (Katalog der Kulturgüter in Südtirol, Iventarnummer 0042):

Halbkugelförmige Glaskaraffe mit nach innen gestülptem Boden und drei blattförmigen Füßen; der gewölbte Boden hat eine Öffnung von 8 cm Durchmesser. Dadurch ergibt sich eine ringförmige Bodenrinne um die Öffnung, die von oben mit z.B. Zuckerwasser-Lösung gefüllt wird und mit einem Steckstöpsel verschlossen. So angelockt, fliegen die Insekten durch die Bodenöffnung ein und sind gefangen.

 

Die Datierung dieses Objektes fällt auf das 19. Jahrhundert. Ein anderes Insektenfanggerät war bekanntlich der klebrige Fliegenfänger der meist in Lampennähe überall im Hause und sogar im Stall von der Decke herabhing und einen süßlichen Duft  verbreitete. Davon angelockt kamen die Motten und Fliegen von der klebrigen Oberfläche nicht mehr los und fanden so ein leidvolles Ende. Kein schöner Anblick bei diesen Fangarten, man war jedoch nicht so zimperlich, waren die Vieher doch so lästig für Mensch und Tier.

Wenn man der Plage nicht mehr Herr war griff man schließlich zur Chemie. Dazu gab es ein besonderes Gerät das in der alten Rauchküche zu sehen ist: Die Fliegen- oder Flitspritze.

Öffnungszeiten

Ostern-Allerheiligen:
So, Di, Fr 10–12 h
Mi, Do 16–18 h
und

Führungen für Gruppen

Auf Anfrage gibt es Führungen für Gruppen
auch außerhalb der Öffnungszeiten!

 

Museumsverband Südtirol