Die Schnurrbarttasse

Die Barttasse aus dem Museum für Alltagskultur in Neumarkt stammt aus der Mitte des 19. Jh. und wurde in der Porzellanmanufaktur Fischer & Mieg in Pirkenhammer (Deutschland) hergestellt.

Diese Tasse für Männer besitzt eine Abdeckung mit einer halbkreisförmigen Öffnung, die den Schnurrbart und das Wachs, das im 19. Jh. zur Schnurrbartmodellierung verwendet wurde, vor der Benetzung durch das Getränk und dem Aufweichen des Bartes durch heißen Dampf beim Trinken schützen sollte.

Schnurrbartasse

Schnurrbarttassen wie diese sollten den Schnurrbart vor dem Aufweichen schützen.

 

Barttassen wurden meist aus Porzellan hergestellt, seltener aus Steingut oder Silber. Verbreitet waren sie im englischen, französischen, deutschen und nordamerikanischen Kulturraum um 1860 bis 1920. Heute sind sie begehrte Sammlerstücke.

Die Erfindung der Barttasse wird dem englischen Töpfer Harvey Adams zugeschrieben, der eine Porzellanfabrik besaß. Es gibt Barttassen sehr bekannter Porzellanhersteller aus Derby, Meißen, Limoges oder Imari.

Die Schnurrbarttasse aus unserem Museum hat es im Jahr des Museumsobjektes 2013 mit dem Motto „1000+1 Dinge erzählen Geschichte“ auch in die Südtiroler Tageszeitung „Dolomiten“ geschafft, in die Rubrik „Objekt der Woche“ (Download PDF, 2 MB).

Öffnungszeiten

Ostern-Allerheiligen:
So, Di, Fr 10–12 h
Mi, Do 16–18 h
und

Führungen für Gruppen

Auf Anfrage gibt es Führungen für Gruppen
auch außerhalb der Öffnungszeiten!

 

Museumsverband Südtirol