Öffnungszeiten & Führungen

Ostern-Allerheiligen:
Di 09:30 –12:00 Uhr
Fr 09:30 – 12:00 Uhr

Auf Anfrage gibt es Führungen für Gruppen auch außerhalb der Öffnungszeiten!

Andreas-Hofer-Straße 50
39044 Neumarkt | Südtirol
Tel. +39 335 8187598, +39 333 2394540
info@museum-alltagskultur.it

Unter den Lauben beginnt die Vereinsgeschichte

Wer durch die Lauben von Neumarkt geht, bewegt sich durch einen der historisch bedeutendsten Bereiche des Ortes. Seit Jahrhunderten prägen die überdachten Arkadengänge das Ortsbild: Hier wurde gehandelt, gearbeitet, gewohnt und gelebt. Die Laubenhäuser vereinten Geschäft, Lager und Wohnräume unter einem Dach, unten das öffentliche Leben, darüber der private Alltag.

Genau in diesem historischen Umfeld befindet sich heute das Museum für Alltagskultur: im Laubenhaus Nr. 50, dem sogenannten Burgerhaus, mitten im Zentrum von Neumarkt. Das Gebäude selbst steht exemplarisch für jene Bürgerhäuser, in denen sich über Generationen hinweg das Leben einer Familie abspielte, mit Küche, Wohnräumen, Arbeitsbereichen und Nebenräumen auf mehreren Ebenen.

Vom Bürgerhaus zum Museum

Die Idee, diese Lebenswelt zu bewahren, entstand aus der Sammlung der Neumarkter Bürgerin Anna Grandi Müller. Bereits seit den 1960er Jahren bewahrte sie Möbel, Alltagsgegenstände und persönliche Dinge aus Haushalten der Region, um Zeugnisse des täglichen Lebens ihrer Eltern- und Großelterngeneration zu erhalten.

1989 wurde das Kuratorium Laubenhaus Andreas-Hofer-Straße gegründet, mit dem Ziel, für diese Sammlung ein Museum einzurichten. Schließlich übernahm die Gemeinde Neumarkt die Verantwortung für ein Gebäude, und 1990 wurde der Museumsverein für Alltagskultur Neumarkt gegründet. Am 2. Juni 1990 konnte das Museum erstmals eröffnet werden.

Ein Zuhause im Burgerhaus

Mit der Übersiedelung 2008 in das Burgerhaus (Laubenhaus Nr. 50) erhielt das Museum einen Ort, der selbst Teil der Geschichte ist. Anders als ein klassischer Museumsbau vermittelt dieses historische Bürgerhaus unmittelbar jene Wohn- und Lebensstruktur, die das Museum zeigt.

Im Jahr 2022 erwarb die Gemeinde Neumarkt das Gebäude und übergab es dem Museumsverein zur Nutzung. Damit wurde der dauerhafte Standort des Museums im historischen Zentrum gesichert.

Ein Haus, das Vergangenheit bewahrt

Heute engagieren sich rund 30 Mitglieder des Museumsvereins ehrenamtlich für Sammlung, Betreuung und Weiterentwicklung des Museums. Das Burgerhaus ist dabei nicht nur Standort, sondern selbst Teil der Ausstellung: ein authentischer Ort unter den Lauben, an dem sich die Geschichte des Alltags im 19. und 20. Jahrhundert unmittelbar erleben lässt.

So verbinden sich unter den Lauben von Neumarkt Architektur, Vereinsgeschichte und Alltagsleben zu einem Museum, das nicht nur Objekte zeigt, sondern ein ganzes Haus voller Erinnerungen bewahrt.

1989

Gründung des Kuratoriums Laubenhaus A. Hofer Straße Genossenschaft m. b. H. mit dem Ziel, für die Sammlung von Frau Anna Grandi Müller aus Neumarkt ein Museum zu errichten.

Den geplanten Kauf eines Sitzes für die Sammlung übernimmt schließlich die Gemeinde Neumarkt, das Kuratorium löst sich 1991 auf.

1990

Ankauf des sogenannten Saalhauses in der A. Hofer Straße 24 durch die Gemeinde Neumarkt.
Gründung des „Museumsverein für Alltagskultur Neumarkt“
Eröffnung des Museums am 2. Juni 1990 im Laubenhaus in der Andreas-Hofer-Straße Nr. 24.

2004

Leihvertrag mit der Sammlerin und Gründerin Anna Grandi Müller.

2008

Übersiedelung in das Laubenhaus Nr. 50 (Burgerhaus).

2022

Die Gemeinde Neumarkt hat das Laubenhaus Nr. 50 gekauft und im Frühjahr 2022 dem Museumsverein zur Nutzung übergeben.

> 3.000 ausgestellte Objekte
4 Ebenen
Eintritt Freiwillige Spende