Die “Tirggtschurtschen”

Tirgg als Daemmaterial” width=”648″ height=”486″ /> Verwendung der Tirggtschurtschen als Isoliermaterial in den Mauerwänden[/caption]

 

Verwendung des Tirgg

Der Mais wurde in unserer Gegend in den vorigen Jahrhunderten massiv angebaut. Der “Türgg” oder “Plent” war neben der Kartoffel eine wichtige Nahrungsgrundlage der Bevölkerung. Es wurde buchstäblich die ganze Maispflanze verwendet, für Mensch, Tier und Haushalt.

Aus den “Tschillen” hat man Fußmatten, Körbe und Pantoffelsohlen geflochten. Die guten sauberen „Tschillen“ steckte man als Füllmaterial in die Bettsäcke (anderswo war es das Stroh). Der Abfall dieser trockenen Blätter und die hohen Stengel, „der Penegol“, kamen in die Futtermaschine. Sie wurden klein gehächselt und als Streu im Stall oder mit Heu vermengt als Tierfutter verwendet.

Die „Türggkolben“ schließlich eigneten sich vorzüglich zum Feuermachen im Herd und Ofen und fehlten in keinem bäuerlichen Haushalt. Die Korbflasche mit dem “Leps” wurde ebenfalls mit einem Kolbenstück verschlossen – Stöpsel aus Kork waren damals noch Mangelware.

Mit dem Beginn des Obstanbaus verschwanden langsam die großen Maisfelder und die vielfache Verwendung der Maispflanze wurde durch neue Materialien abgelöst.

Orari di apertura

Pasqua-Ognissanti
Do, Ma, Ve 10–12 h
Me, Gi 16–18 h
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Führungen für Gruppen

Auf Anfrage gibt es Führungen für Gruppen
auch außerhalb der Öffnungszeiten!

 

Museumsverband Südtirol